Buchvorstellung: Carl Schurz – ganz kurz

Sabine Boebé, Carl Schurz – ganz Kurz, Pier 1984

Lange habe ich nach diesem Buch gesucht. Es schien für immer vergriffen und selbst antiquarisch nur über Umwege und entsprechend teuer zu bekommen. Bis mir dann endlich die Idee kam, doch einmal beim Verleger selbst nachzufragen. Und Verleger ist die Liblarer Buchhandlung Pier. Und hier wurde ich fündig. Frau Pier erzählte mir, dass sie noch einige Exemplare des 1984 erschienenen Buches von Sabine Boebé vorrätig habe. Für nicht einmal 8 Euro konnte ich so meine Bibliothek über Liblar um ein wichtiges und interessantes Buch erweitern.

Angefangen von der Kindheit in Liblar über die Jugend in Brühl und Köln bis hin zur Wahl als Senator von Missouri erfährt man hier alles über Carl Schurz. Ein sehr empfehlenswertes Buch mit allen wichtigen Informationen über den wohl berühmtesten Sohn unserer Stadt. (wa)

Geschichtsverein Erftstadt präsentiert das Jahresprogramm 2019

Geschichte der Frauen – Frauen in der Geschichte

Einhundert Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland sind für den Geschichtsverein Erftstadt Anlass, sich in seinem Jahresprogramm 2019 schwerpunktmäßig mit Frauen in der Geschichte zu befassen. Von den Matronen, den gallo-römischen Fruchtbarkeitsgöttinnen, über die Zisterzienserinnen, die deutsche Kaiserin Theophanu,  die Frau im mittelalterlichen Köln, die Hexenverfolgung bis hin zu Eleonora Wolf-Metternich wird der Bogen gespannt. Im Rahmen des 50jährigen Jubiläums der Gründung der Stadt Erftstadt werden drei weitere Veranstaltungen zur Stadtgeschichte angeboten, zwei Fahrrad-Exkursionen zur Geschichte des Braunkohlenbergbaues in Erftstadt sowie ein Gesamtüberblick über Erftstadts geschichtlichen Hintergrund.

Zu den sieben Vortragsveranstaltungen und den drei Exkursionen sind alle Geschichtsinteressierten herzlich eingeladen. Die Vorträge finden jeweils an einem Donnerstag  um 19:30 Uhr bzw. im September und Oktober um 19:00 Uhr statt, die Exkursionen Samstagsnachmittags um 15:00 Uhr (begrenzte Teilnehmerzahl). Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Das Programm kann auf der Homepage des Geschichtsvereines eingesehen werden (http://www.geschichtsverein-erftstadt.de) oder der Schriftenauslage bzw. dem Prospektständer im Rathaus in Liblar oder dem im Bürgerbüro in Lechenich entnommen werden.

Aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der Gründung der Stadt Erftstadt bietet der Geschichtsverein seine Publikation „Auf dem Wege zur Erftstadt – Politik und Verwaltung im 19. Und 20. Jahrhundert“ zum Sonderpreis von 10,00 € im Buchhandel an.

Der erste Vortrag wird am Donnerstag dem 21.3.2019, 19.30 Uhr im Ristorante La Strada, Liblar, An der Schwarzau 5 gehalten. Irene Franken, Historikerin und Mitgründerin des Kölner Frauengeschichtsvereins gibt einen Überblick über die Frauengeschichte im Rheinland.

Jahresprogramm_2019_03_19_00_web

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Rund um das winterliche Schloss Gracht

Das Wasserschloss Gracht in Erftstadt-Liblar ist eines der eindrucksvollsten Wasserschlösser des Kölner Raums. Es handelt sich dabei um eine zweiteilige Anlage mit einer dreiflügeligen Vorburg und einem zweiflügeligen Herrenhaus. Der Garten des Schlosses wurde wohl zu Beginn des 18. Jahrhunderts vom Münsteraner Gartenbaumeister Gottfried Laurenz Pictorius nach französischem Vorbild angelegt und im 19. Jahrhundert in seinen hinteren Teilen im Stil eines Englischen Landschaftsparks umgestaltet. Der Herrschaftssitz gehörte vier Jahrhunderte lang der Familie Wolff-Metternich, die dort bis 1945 ihren Stammsitz hatte. Im Schloss wurden mehrere berühmte Persönlichkeiten geboren, so z. B. 1658 Franz Arnold von Wolff-Metternich zur Gracht der Fürstbischof von Paderborn (dort Nachfolger seines Onkels Hermann Werner von Wolff-Metternich zur Gracht) und Münster; und im Jahre 1829 der Freiheitskämpfer von 1848 und spätere US-Innenminister Carl Schurz. Der öffentliche, denkmalgeschützte und 9 ha große Schlosspark mit seinem alten und zum Teil exotischen Baumbestand (zum Beispiel einigen älteren Bergmammutbäumen) wird seit 1996 vom Förderverein Schlosspark Gracht betreut und mit dessen Hilfe in seinen historischen barocken Zustand zurückversetzt. Dass diese Arbeit Anerkennung findet, zeigt sich auch darin, dass der Park 2004 Gründungsmitglied der Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas wurde. (Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Gracht).

Mehr Fotos von meinem winterlichen Morgenspaziergang gibt es hier. (wa)

Der Förderkreis für Denkmalschutz und Denkmalpflege in Erftstadt e.V.

Der Förderkreis für Denkmalschutz und Denkmalpflege in Erftstadt e.V. wurde am 15. September 1995 von Hermann F.W. Richter (1930 – 2002), Albert Granrath, Josef Wildenburg, Carla Neisse-Hommelsheim und Engelbert Zepp gegründet. Viel ist seit damals geschehen. Zahlreiche Denkmäler, darunter auch Bodendenkmäler und Parkanlagen, wurden in die Denkmalliste eingetragen, etliche Baudenkmäler restauriert. Denkmäler fanden auch im neuen Flächennutzungsplan Berücksichtigung. Ein von Experten als beispielhaft gut bezeichneter Denkmalpflegeplan liegt vor. Der Förderkreis hat verschiedene Vorträge, Führungen, Exkursionen und Ausstellungen veranstaltet. Veröffentlichungen sind erfolgt, u.a. im Erftstädter Jahrbuch, im neuen Dehio (Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler Nordrhein-Westfalen I, Rheinland)) und auch im Handbuch der historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. In zwei Projektgruppen für die Regionale 2010 – „Römerstraße“ und „Mühlen links und rechts des Rheins“ hat der Förderkreis mitgearbeitet und kooperiert mit dem Mühlenverband Rhein-Erft-Rur e.V. und der Fachhochschule Köln.

Nähere Informationen, Fotos, Flyer etc. findet man auf der Homepage.

Buchvorstellung: Der erste Weltkrieg – Front und Heimat im Gebiet der Erftstadt

Der Geschichtsverein Erftstadt veröffentlicht mit „Der erste Weltkrieg – Front und Heimat im Gebiet der Erftstadt“ den ersten Band der Reihe „Kleine Schriften“. Prof. Dr. Horst Matzerath und Dr. Frank Bartsch beschreiben das Leben in den Dörfern der heutigen Stadt Erftstadt im Bezug zum beginnenden Ersten Weltkrieg. Illustriert mit zeitgenössischen Fotografien und ergänzt durch Zitate historischer Quellen wird dem Leser ein dunkler Teil der Vergangenheit offengelegt. Aus dem Klappentext: „Der Erste Weltkrieg, die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, hat auch das heutige Gebiet der Stadt Erftstadt und seine Bevölkerung erheblich getroffen. Auf die anfängliche Kriegsbegeisterung folgte schon bald die Ernüchterung.“.

Ein sehr lesenswertes Buch, welches Geschichte in unmittelbarer Nähe erlebbar macht. (wa)

Erhältlich für 9,95€ in den Buchhandlungen Köhl Liblar und Lechenich.